Standpunkt 21: Lieferkettengesetz

Datum des Artikels 11.11.2020

Die MIT setzt sich für ein Lieferkettengesetz auf europäischer Ebene ein. Ein nationaler Alleingang würde deutsche Unternehmen einseitig belasten und so den Wettbewerb verzerren.

Standpunkt 21: Lieferkettengesetz

MIT spricht sich gegen das Lieferkettengesetz aus!


Die MIT setzt sich für ein Lieferkettengesetz auf europäischer Ebene ein. Ein nationaler Alleingang würde die ohnehin durch die Coronakrise stark belasteten deutschen Unternehmen einseitig belasten und so den Wettbewerb verzerren. Das geplante Gesetz sieht vor, dass entlang der gesamten Lieferkette im In- und Ausland bestimmte soziale und ökologische Mindeststandards eingehalten werden müssen. Für Verstöße gegen die Sorgfaltspflicht können die Unternehmen dann haftbar gemacht werden. Die Vorstellung, dass jedes einzelne Glied einer Lieferkette von Deutschland aus kontrolliert werden kann, ist schlicht illusorisch. Das kann kein mittelständisches Unternehmen ernsthaft leisten. Die MIT fordert, die Haftung auf den unmittelbaren Lieferanten zu begrenzen und ernsthaft zu überlegen, wie wir möglichst viele Bestandteile der Wertschöpfungskette nicht ins ferne Ausland verlagern, sondern in Deutschland halten können.

11.11.2020 – Dr. Jochen Birkle, Vorstandsvorsitzender MIT Enzkreis-Pforzheim

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